JH Finanzcheck News 1|13

Gesetzliche Rentenversicherung:

Beitragssatz von 19,6 auf 18,9 % gesenkt. Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte der Beiträge.

  • Jetzt mehr Netto, später weniger Rente

Minijobs:

Verdienstgrenze von 400 auf 450 € angehoben. Es besteht automatische Rentenversicherungspflicht (3,9 % Beitragssatz), falls hiervon keine Befreiung beantragt wird.

  • Mehr Netto und staatliche Förderung durch Riester-Anspruch

Elterngeld:
Für geborene Kinder ab 1.1.2013 wird das Elterngeld gesenkt. Der Abzug vom durchschnittlichen Nettoverdienst der letzten 12 Monate wird nun nicht mehr über die tatsächlichen Sozialversicherungsbeiträge (bei den meisten 20,18% ohne Kinder), sondern
pauschal mit 21% berechnet. Auch die Steuerklasse für den erziehenden Elternteil ist ausschlaggebend, die in den 12 Monaten
vor Geburt des Kindes überwogen hat. Ein kurzfristiger Wechsel der Steuerklasse lohnt sich nur dann, wenn dieser mindestens
7 Monate vor Geburt des Kindes beantragt wird.

  • Weniger Leistung und kompliziertere Vorgänge


Basis-Rente:

Der durch die Steuererklärung absetzbare Teil der Beiträge in einen solchen Vertrag steigt von 74 auf 76%. Dieser wächst
jedes Jahr um 2 Prozentpunkte bis zum Jahr 2025 (dann zu 100% absetzbar). Gefördert werden bis zu 20.000 € an Beiträgen
jährlich für Alleinstehende (40.000 € für Verheiratete). Der zu versteuernde Anteil der Auszahlung im Rentenalter steigt von aktuell 64 auf 66%. Dieser erhöht sich ebenfalls von Jahr zu Jahr um 2%; 2020 dann um 1 Prozentpunkt bis 2040.

  • Höhere Absetzbarkeit der Beiträge, allerdings auch höhere Besteuerung

Private Pflegezusatzversicherungen:

Unabhängig vom Einkommen erhalten alle diejenigen 60 € pro Jahr, die eine private Pflegezusatzversicherung mit mindestens 120 € Jahresbeitrag abschließen. Die Beitragssätze werden von 1,95 auf 2,05 % erhöht (Arbeitgeber zahlt die Hälfte). Für
Steuerzahler ohne Kinder (ab dem 23. Lebensjahr und wenn nach dem 31.12.1939 geboren) steigt der Beitragssatz dann noch
einmal um 0,25 % auf 2,3 %, welcher selbst zu tragen ist.

  • Staatlicher Zuschuss, allerdings auch Beitragserhöhung

Unisex-Tarife:

Ab 21.12.2012 gibt es im Zuge der Gleichberechtigung keinen Unterschied mehr zwischen Männern und Frauen in Sachen
Versicherungstarifen. Somit werden für manche die Absicherungen teurer und für andere wiederum günstiger. Je nachdem welche Sparte betroffen ist, können Einsparungen an den Beiträgen möglich sein. Dieser Punkt kann ausschließlich im persönlichen Gespräch behandelt werden.
Wir werden immer wieder auf anstehende Änderungen hinweisen und somit Alle auf dem Laufenden halten.

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